Ich war lange in der Grundversorgung. Nicht aus Überzeugung – sondern weil ich nie wirklich den richtigen Moment gefunden hatte, mich darum zu kümmern. Zu viele Zahlen, zu viele Angebote, zu viel Unklarheit darüber, worauf man eigentlich achten muss.
Dann habe ich es einfach gemacht. Und spare seitdem 60 Euro im Monat.
Nicht durch einen ausgeklügelten Plan. Nicht durch stundenlange Recherche. Sondern durch einen einfachen Vergleich und einen Wechsel, der weniger als eine Stunde gedauert hat.
In diesem Artikel erkläre ich, warum die Grundversorgung so teuer ist, was mich persönlich so lange aufgehalten hat – und wie der Wechsel wirklich abläuft.
Was ist die Grundversorgung – und warum kostet sie mehr?
Wer keinen aktiven Stromvertrag abgeschlossen hat, landet automatisch in der sogenannten Grundversorgung. Das ist der Tarif, den der lokale Grundversorger – meist ein regionaler Energieanbieter – gesetzlich verpflichtend anbieten muss.
Das klingt erstmal sicher. Und das ist es auch – aber eben zu einem Preis. Die Grundversorgung gehört in der Regel zu den teuersten Stromtarifen überhaupt. Warum? Weil kein aktiver Wettbewerb stattfindet. Der Anbieter weiß, dass du einfach dort bist – ohne bewusste Entscheidung.
Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie in der Grundversorgung sind. Ich wusste es lange selbst nicht genau. Es passiert einfach – beim Einzug in eine neue Wohnung, nach einem Umzug, oder wenn man sich nie aktiv darum gekümmert hat.
Was mich so lange aufgehalten hat
Ich möchte ehrlich sein: Es war keine einzige große Hürde. Es waren viele kleine.
Da war die Frage, ob sich das überhaupt lohnt. Ob der neue Anbieter wirklich günstiger ist – oder ob da irgendwo ein Haken steckt. Dann der Gedanke: Was ist, wenn die Versorgung kurz unterbrochen wird? Und dahinter: Ich muss ja auch noch kündigen. Das ist doch bestimmt kompliziert.
All das hat mich nicht wirklich davon abgehalten – aber es hat dafür gesorgt, dass ich es immer wieder auf später verschoben habe.
Was ich heute weiß: Keiner dieser Punkte ist ein echtes Problem.
Lohnt sich ein Wechsel wirklich?
Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit etwa 3.000 kWh Jahresverbrauch können sich die Preisunterschiede zwischen Grundversorgung und einem günstigen Tarif schnell auf mehrere hundert Euro pro Jahr summieren. Bei mir waren es – wie gesagt – 60 Euro im Monat. Das sind 720 Euro im Jahr!
Wie viel du konkret sparen kannst, hängt von deiner Region, deinem Verbrauch und deinem aktuellen Tarif ab. Deshalb lohnt es sich, das einmal gezielt nachzuschauen – bevor man annimmt, dass es sich nicht lohnt.
Wird der Strom zwischendurch abgestellt?
Nein. Die Versorgung läuft unterbrechungsfrei weiter. Der neue Anbieter koordiniert die Umstellung mit dem Netzbetreiber – du merkst davon nichts außer einem neuen Namen auf der nächsten Rechnung.
Muss ich selbst kündigen?
In den meisten Fällen nicht. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten. Du gibst beim Wechsel einfach an, dass du noch einen laufenden Vertrag hast – und der Rest wird für dich erledigt.
Wie der Wechsel bei mir abgelaufen ist
Ich habe meinen aktuellen Jahresverbrauch rausgesucht – der steht auf der letzten Jahresabrechnung. Dann habe ich einen Vergleich aufgerufen, meinen Verbrauch und meine Postleitzahl eingegeben und mir die Ergebnisse angeschaut.
Ich habe dabei auf ein paar Dinge geachtet:
- Keine übermäßig langen Laufzeiten (12 bis max. 24 Monate finde ich gut)
- Keine zu hohen Vorauszahlungen
- Anbieter mit erkennbarer Bewertungshistorie – kein Neuling ohne Kundenerfahrungen
Ich habe dafür den Vergleich bei CHECK24 genutzt – weil ich dort meinen Verbrauch eingeben und direkt passende Angebote für meine Region sehen konnte. Der Abschluss selbst hat dann nur noch wenige Minuten gedauert. → Hier kannst du deinen Stromtarif vergleichen*
Einige Wochen später kam die Bestätigung, dass der Wechsel abgeschlossen ist. Seitdem zahle ich deutlich weniger – ohne dass sich an meiner Versorgung irgendetwas verändert hat.
Worauf es beim Vergleich wirklich ankommt
Nicht jeder günstige Tarif ist automatisch der richtige. Ein paar Dinge, die ich beim nächsten Wechsel wieder beachten würde:
- Gesamtpreis vergleichen, nicht nur den Arbeitspreis – der Grundpreis macht oft einen großen Unterschied
- Auf Preisgarantien achten – manche Tarife sind im ersten Jahr günstig und steigen danach stark an
- Laufzeit prüfen – 24 Monate sind für mich das Maximum, danach möchte ich wieder frei entscheiden können
- Boni und Neukundenrabatte nicht einbeziehen – viele Vergleichsportale zeigen Boni, die den Jahrespreis noch weiter senken, aber später teurer werden könnten
Was ich jetzt anders mache
Ich werde meinen Stromtarif nicht jedes Jahr wechseln. Das kostet Energie und Aufmerksamkeit, die ich lieber anderswo investiere.
Aber ich werde auch nicht mehr jahrelang in einem Tarif hängen bleiben, ohne ihn einmal überprüft zu haben. Einmal im Jahr kurz nachschauen – das ist die Investition, die ich mir zumuten kann.
Und wenn ich ehrlich bin: Ich wünschte, ich hätte es früher gemacht.
Fazit: Klein anfangen, trotzdem sparen
Ein Stromanbieterwechsel ist keine große Entscheidung. Es ist eine kleine Stunde Aufmerksamkeit, die sich über Monate und Jahre summiert.
Wenn du das Gefühl hast, dass du gerade mehr zahlst als nötig – oder wenn du schlicht nicht weißt, was du gerade zahlst – lohnt es sich, einmal nachzuschauen. Ohne Verpflichtung, ohne Stress.
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